Ist die Weinstadt auf dem Weg zu einer Rosenstadt?

Oberbürgermeister Dirk Elkemann mit Amtskette, frisch ins hohe Amt eingeführt, überreicht Karin Hirn (links), Erste Vorsitzende des Kulturvereins Johann Philipp Bronner, unterstützt von Rosenmädchen Bianca Wegel eine Urkunde der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde. Darin wird die kostenlose Mitgliedschaft der Weinstadt für die Dauer eines Jahres bestätigt.
Oberbürgermeister Dirk Elkemann mit Amtskette, frisch ins hohe Amt eingeführt, überreicht Karin Hirn (links), Erste Vorsitzende des Kulturvereins Johann Philipp Bronner, unterstützt von Rosenmädchen Bianca Wegel eine Urkunde der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde. Darin wird die kostenlose Mitgliedschaft der Weinstadt für die Dauer eines Jahres bestätigt.

Bronnerverein sponsert Mitgliedschaft im Verein Deutscher Rosenfreunde

Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF) wird aktuell von Präsident Prof. Dr. Hans-Peter Mühlbach aus Uetersen geführt. Schatzmeister ist Peter Pfliegensdörfer aus Hemsbach, der auf Einladung  des Kulturvereins Johann Philipp Bronner schon öfter in Wiesloch weilte, u. a. vor Weihnachten bei der Einweihung des „Neuen Rosengartens“ im PZN. Die Geschäftsstelle befindet sich in Baden-Baden. Im Beirat der GRF befinden sich u. a. der Leiter des Gartenamts Baden-Baden, Vertreter des Rosariums Sangeshausen, des Parks der Insel Mainau, dem Rosengarten Zweibrücken und anderer Rosarien, wie früher die Rosengärten oft genannt wurden.

Zudem gehören der GRF über 40 Freundeskreise in ganz Deutschland an. Sie bieten auf regionaler Ebene Veranstaltungen zum Thema Rose an, organisieren Rosenschauen und beraten interessierte Garten- und Rosenfreunde sowie Städte und Gemeinden in Fragen der Rosenkunde und -pflanzung an geeigneten Standorten.

Einmal jährlich sind alle Vereinsmitglieder zum Rosenkongress geladen. Diese Veranstaltung findet an wechselnden Orten in Deutschland statt und dient immer auch dem Ziel, den Verein und sein Wirken in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit stellt die Verleihung des Ehrentitels „Rosenstadt“ bzw. „Rosendorf“ an Kommunen dar, in denen Rosen als prägender Bestandteil des Ortsbilds gepflegt werden.

Der Verein Deutscher Rosenfreunde (VDR) – seit 2007 Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF) – ist eine am 28. September 1883 in Hamburg gegründete Vereinigung von Rosenliebhabern mit Sitz in Baden-Baden. Gegenwärtig gehören ihr rund 9000 Mitglieder an. In der Satzung wird als Zweck des Vereins die Förderung der Rosenkultur, der Rosenforschung und der Rosenzucht genannt.

Die Vereinsaktivitäten bestehen aus Kongressen, Fachtagungen, dem „Kasseler Gespräch“, Foren, Rosenliteratur, Rosenreisen. Die GFR zeigt auch, wie facettenreich man mit der Rose als Kulturgut umgehen kann und gibt dazu Anregungen. Auch die wichtigsten Rosenzuchtbetriebe sind dort organisiert. Dazu gibt es die GRF-Stiftung, die im Dezember den Kulturverein Johann Philipp Bronner mit einer Spende unterstützt hat. Diese Mittel werden im Früjahr in die Anlage eines Rosengartens im Hospiz Agape einfließen.

Kulturdenkmal „Alter Stadtfriedhof“ nach fünf Jahren an Stadt übergeben

Kulturverein Bronner sammelte 64.000 Euro für Sanierung ein

In der Schilleranlage (von links): Rainer Göpferich, Klaus Rothenhöfer, Bürgermeister Ludwig Sauer, Steinmetz Daniel Wolf, Vereinsvorsitzende und Initiatorin Karin Hirn, Roger Wilms, Meinrad Singler vom Grünflächenamt und der ehemalige städtische Hochbauchef Karl Schweinfurth, der die ehrenamtliche Betreuung der Sanierungsarbeiten und die Finanzabwicklung übernommen hatte.
In der Schilleranlage (von links): Rainer Göpferich, Klaus Rothenhöfer, Bürgermeister Ludwig Sauer, Steinmetz Daniel Wolf, Vereinsvorsitzende und Initiatorin Karin Hirn, Roger Wilms, Meinrad Singler vom Grünflächenamt und der ehemalige städtische Hochbauchef Karl Schweinfurth, der die ehrenamtliche Betreuung der Sanierungsarbeiten und die Finanzabwicklung übernommen hatte.

Fünf Jahre lang hat sich der Kulturverein Johann Philipp Bronner engagiert und fantasievoll die Gestaltung des Kulturdenkmals „Alter Stadtfriedhof“ vorangetrieben. Inzwischen präsentieren sich die Grabsteine berühmter Wieslocher und Gedenksteine vereint und witterungsgeschützt umgeben von rankenden Rosen, dominierend der mächtige Sutor-Brunnen am südlichen Eingang der Schilleranlage. Dabei sind 64.000 Euro in die Sanierung der Steine und die Gestaltung der Anlage geflossen, dazu gerechnet noch etliche zehntausend Euro an ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder und Freiwilligkeitsleistungen des Städtischen Bauhofs. Der Löwenanteil dieser Summe setzt sich aus Geld- und Materialspenden in Höhe von rund 30.000 Euro, Zuschüssen des Landesdenkmalamtes von gut 21.000 Euro und städtischen Zuwendungen in Höhe von 13.000 Euro zusammen.
„Wir übergeben das Kulturdenkmal Alter Friedhof treu sorgend in die Hände der Stadt“, sagte Karin Hirn, die Vorsitzende des Kulturvereins zu Bürgermeister Ludwig Sauer kürzlich im Rahmen einer öffentlichen Übergabe. Am 1. November war die für fünf Jahre übernommene Pflegeverpflichtung erloschen.

Der Verein habe 2010 die Sanierung auf Bitte der Stadt in die Hand genommen. „Er ist dort eingesprungen, wo die Stadt Wiesloch infolge fehlender Haushaltsmittel diese Aufgabe weder übernehmen noch erfüllen konnte.

Ein Prunkstück ist das Friedensdenkmal des bekannten Karlsruher Bildhauers Emil Sutor (1888–1974).
Ein Prunkstück ist das Friedensdenkmal des bekannten Karlsruher Bildhauers Emil Sutor (1888–1974).

Hohe Wertschätzung für ihre Arbeit habe sie vom Regierungspräsidium erfahren, das sie inzwischen zur Gutachterin für Friedhofserhaltung bestellte.
Ludwig Sauer bedankte sich für die engagierte Arbeit des Vereins und vor allem seiner Vorsitzenden, die mit großer Energie dafür gesorgt habe, dass das Kulturdenkmal die jetzige Form angenommen habe. Bei der gegenwärtigen finanziellen Situation der Stadt wäre er sehr froh, es fänden sich noch mehr solcher Akteure, um all die „städtischen Schätze“ zu heben. Deshalb sein größter Wunsch: All diese Kreativen in Sachen Bronner einmal zusammen an einen Tisch zu bringen.

SPD-Stadtrat Klaus Rothenhöfer merkte an, dass die Anlage bei seinen Stadtführungen von Besuchern immer wieder als vorbildliches Bürgeregagement gesehen und gelobt werde.

Die Grabsteine von Wieslocher Persönlichkeiten waren jahrzehntelang Wind und Wetter ausgesetzt, entsprechend erbärmlich war ihr Zustand zu Beginn der Sanierungsarbeiten. In monatelanger Arbeit restaurierten die beiden Steinmetze Daniel Wolf und Birgit Dursy die Grabmale. Jetzt stehen sie vor Regen geschützt unter einem formschönen Dach aus Glas und Stahl.
Die Grabsteine von Wieslocher Persönlichkeiten waren jahrzehntelang Wind und Wetter ausgesetzt, entsprechend erbärmlich war ihr Zustand zu Beginn der Sanierungsarbeiten. In monatelanger Arbeit restaurierten die beiden Steinmetze Daniel Wolf und Birgit Dursy die Grabmale. Jetzt stehen sie vor Regen geschützt unter einem formschönen Dach aus Glas und Stahl.
Der Kulturverein hat eine Homepage

Der Kulturverein hat eine Homepage

Viel haben wir in den vergangenen Jahren bewegt, begleitet von den örtlichen Printmedien wie Rhein-Neckar-Zeitung und Wieslocher Woche. Doch es fehlte ein zentraler Anlaufpunkt, an dem wir all das Material über unsere Aktivitäten sammeln konnten. Das haben wir nun in Form dieser Homepage. Und wir waren selbst überrascht, was sich da in den vergangenen Jahren an Bildern und Texten in unserem Archiv angesammelt hatte.

Einen Auszug davon haben wir nun veröffentlicht, und in den kommenden Wochen und Monaten wird noch viel mehr dazu kommen. Auch über künftige und laufende Projekte werden wir hier berichten.

Bleiben Sie uns gewogen.

Karin Hirn (1. Vorsitzende) und das Web-Team